Das soziale Netzwerk Facebook: Web 2.0 im Höhenflug
Schon Ende März dieses Jahres habe ich über Web 2.0 einen Artikel verfasst und mich dabei vor allem auf den wirtschaftlichen Erfolg solcher Seiten konzentriert.
Nun geht der Kaufrausch großer Unternehmen weiter. Das Netzwerk für Stundenten aller Welt (primär USA) Facebook soll in Gesprächen mit Yahoo und Microsoft sein. Und der Kaufpreis schwebt nicht bei 10.000, 100.000 oder einer Million Dollar…
Die preislichen Vorstellungen liegen bei ungefähr einer Milliarde Dollar!
So schnell kann es gehen im Internet. Studenten “erfinden” vor zwei Jahren das System und bringen die Community online. Das sie nach zwei Jahren unmenschlich reich sein würden, hätten sie sicherlich nie gedacht. Das Internet hat keinen Zentimeter an Potenzial eingebüßt, der Höhenflug geht weiter.
Nun will ich mich fragen, ob die Seite tatsächlich so viel wert ist. Ich habe mich aus diesem Grund bei facebook angemeldet um das Interface selber ein wenig auszuprobieren. Technisch ist das Projekt nicht viel mehr als eine Flirt-Kontaktseite, aber die Useranzahl spricht für sich.
Laut Wikipedia waren Ende 2005 bereits 7.5 Millionen US Studenten angemeldet; die Wachstumsrate wird bei 20.000 neuen Anmeldungen täglich angesetzt. Somit dürften es jetzt schon weit über 10 Millionen angemeldete Studenten in diesem Netzwerk geben.
Facebook ist also ein erstaunliches Machtinstrument. Betreiber solcher Seiten können Werbung an eine breite Masse ihrer Zielgruppe bringen, oder meinungsbildend agieren.
Den Kaufpreis von einer Milliarde halte ich dennoch für sehr hoch. Wenn wir von 10 Millionen Usern ausgehen, sind das 100 Dollar pro User. (100*10.000.000 = 1 Milliarde)
Die Auswirkungen einer langen Auszeit
Für fast zwei Monate habe ich keine Inhalte mehr veröffentlicht.
Jetzt erkläre ich euch in fünf Schritten:
1. Wie es dazu kam
2. Wieso es so lange dauerte
3. Wie ich neue Energie schöpfte
4. Welche Auswirkungen es hatte
5. Wie es dir nie passieren kann
1. Um das herauszufinden müssen wir zurückgehen zum 1. Juli dieses Jahres. An diesem Tag entstand der Offtopic-Beitrag “Deutschland verloren gegen Argentinien: WM-Presse“. Die Tage davor schmückten die sehr beliebten Blogger-Interviews meine Seite.
Wie kam es dann zu dem plötzlichen Koma?
Der erste Juli ist bekanntlich der Beginn der richtig heißen Saison. Baden, Partys, Festivals bestimmen das Leben junger Leute. So erging es auch mir. Anstatt täglich einen Eintrag zu verfassen, sonnte ich mich am Meer, feierte Partys und vergas allmählich das tägliche Weblife.
Nach einiger Zeit erkennt man, dass es auch andere Dinge gibt, als das tägliche Schreiben von Content und Überlegen neuer Webprojekte. Systematisch gewinnt das Privatleben immer mehr an Bedeutung, das Internetleben gerät in den Hintergrund. Und ich bereue nichts daran! Jedoch wäre ein kleiner Blogeintrag pro Tag nebenbei kaum ein Problem gewesen. (höchstens in der Wüste ohne Wireless Lan)
Wie viele Stunden pro Tag opfert ihr euren Projekten/dem Internet?
2. Gelangt man einmal in ein längeres “Contentloch”, befindet man sich in einer Art Spirale. Jeder Tag ohne neuen Inhalt, ist ein Tag mit weniger Besuchern und weniger Verdiensten. Eint generiert kaum Verdienste, anders als meine anderen Projekte. Nach etwa einem Monat waren die Verdienste pro Tag konstant, ohne, dass ich auch nur einen Finger krümmen musste. Ich lies mich davon blenden und redete mir jeden Tag ein, ich könne doch in einer Woche wieder voll einsteigen.
Doch ich war kein Mann der Tat! Woche und Woche verging, jeden Tag log ich mich selber an.
3. Dann nahmen auch die Verdienste langsam aber stetig ab. Die Zugriffe auf den Blog wurden verschwindend gering. Den wirklichen positiven Stoß bekam ich aber von meinen treuen Lesern!
Im Forum fragten sie nach mir
Bei Ayom erlangte ich regen Zuspruch
Mein erster Eintrag nach der langen Pause wurde dankend angenommen
Danke an dieser Stelle an alle LeserInnen, die mich und den Blog nie aufgegeben haben! Ich fühle mich in meiner Tätigkeit als “Marketing-Ratgeber” bestätigt und will euch weiterhin nützliche Tipps & Tricks auf den Weg geben. Auch wenn ich diese in den letzten zwei Monaten selber gebraucht hätte…
Die Zeit ist reif für mehr gute Inhalte!
4. Die Auswirkungen waren katastrophal wie bereits weiter oben kurz erwähnt.
Weniger Leute verlinken mich -> Die Ranking in Suchmaschinen werden schlechter
Weniger Leute lesen den Feed, weil sie denken “da kommt eh nix mehr”
Weniger Leute rufen den Blog auf, weil keine neuen Inhalte erscheinen
Um das in Zahlen auszudrücken:
Früher: 1000 Aufrufe des Blogs | 500 Aufrufe des Feeds
Nachher: 50-100 Aufrufe des Blogs | 50-100 Aufrufe des Feeds
Die Zugriffe gingen also um mehr als das 10fache zurück!
5. Wenn ich sage: “Das kann dir niemals passieren”, würde ich lügen. Fast jedem Blogger oder Autor einer Contentseite (ein Blog ist eigentlich nichts anderes), ist ähnliches bereits widerfahren.
Wenn du einmal große Lust am Schreiben hast und die Ideen nur so sprudeln, speichere möglichst viele fertige Artikel und veröffentliche sie dann in “harten Zeiten”. (Solche “harten Zeiten” können auch Ferien sein, in denen du keine Zeit oder Möglichkeit hast zu schreiben)
Erstelle dir einen Stundenplan, der dir fix vorschreibt, wann du Zeit zum Schreiben “opfern” musst.
Lies dir andere Seiten zum Thema durch und versuche Ideen aufzugreifen.
Frage andere Blogger ob sie nicht Lust haben einige Inhalte für deine Seite zu erstellen; natürlich dürfen sie ihre Seite darin kurz bewerben und verlinken. Ein Beispiel dafür wären meine Blogger-Interviews.
Ich hoffe du kommst nie in diese Lage. Genieße deine Freizeit, aber vernachlässige dein E-Business nicht :)
openBC strebt Namensänderung an – XING
Eine mehr oder weniger bewegende Nachricht erreichte mich durch das Ayom Forum. Die recht bekannte Onlinecommunity openBC zum Pflegen sozialer Kontakte in wirtschaftlich orientierten Bereichen soll bald den Namen XING tragen.
Ich persönlich kann den Namenswechsel nicht ganz verstehen. Die bisherige Marke hat sich in der Szene gut etabliert und das Projekt immer wieder für Furore gesorgt und Erfolge geerntet.
Wieso dann diese Namensänderung?
Wird oder wurde das Projekt übernommen?
Will openBC sich mit dem Namen XING dem asiatischen Raum öffnen?
Wilde Spekulationen und Recherchen, die recht lustig sind:
http://www.chuchichaeschtli.com/artikel/heisst-openbc-bald-xing/
Remo Uherek von Ayom war scheinbar der erste, der den zukünftigen Namen in seinem oben genannten Blog verbreitete. Der offizielle openBC Blog konnte diesen dann ebenfalls nicht mehr geheim halten.
Remo grübelt in seinem Beitrag am Ende über die Aussprache von XING. Schwerer als Ayom oder gar Chuchichäschtli kann es wohl nicht sein ;)
Neues Design? Neue Features? Stärkere Öffnung in Richtung Web 2.0?
Adsense bringt ein neues Format: 200×200
Wie Problogger bereits gestern berichtete, stellt Google nun ein neues recht praktisches Format zur Verfügung. Der 200×200 Pixel Square ist eine Alternative zwischen den bisherigen Formaten Button (125×125) und Quadrat (250×250).
Außerdem wird nun bei jedem Adsense-Code mit Channel, der Channelname und das aktuelle Datum als Kommentar mitgeliefert. Probier es aus!
Das ist wirklich ein sehr gutes Feature, vor allem für Seiten mit etlichen Channels. Nun muss man sich keine eigenen Notizen machen, sondern weiß immer welche ID welchem Channel entspricht.
Wie ich mehr Seitenaufrufe/Page Views erziele
Einerseits kann man versuchen, mehr Unique Visitors (“unterschiedliche” Besucher) auf eine Seite zu locken. Andererseits will man, dass diese sich möglichst lange auf der Seite aufhalten und möglichst viele Seiten aufrufen.
Das gilt vor allem für Blogs und andere Contentseiten. Aber auch Shops etc. erfreuen sich an Seitenaufrufen – ein Zeichen des Interesses seitens der Kunden.
Was habe ich also von vielen Seitenaufrufen?
Leserschaft: Wenn meine Besucher viele Seiten aufrufen, wird das auch einen Grund haben. Ziemlich sicher werden sie meine Website erneut beehren.
Einnahmen: Je mehr Seiten meine Besucher aufrufen, desto mehr Werbung bekommen sie eingeblendet. Mehr Werbung = Mehr Geld! Klare Sache, oder?
Ein kleiner Einblick in die Stats des Projekts “eint”:
Seitenaufrufe pro Besucher Ø: 3-5 (tägliche Schwankungsbreite)
Zeitlicher Verbleib der Besucher Ø: 7-9 min (tägliche Schwankungsbreite)
Meine Besucher besuchen also etwa 4 Seiten und brauchen dafür etwa 8 Minuten.
Wie erreiche ich möglichst viele Seitenaufrufe?
1. Verlinke deine Inhalte
Was im ersten Moment etwas wie ein Egotrip erscheint, ist der einfachste Weg zu mehr Page Views. Vor allem Blogger haben das schon seit einiger Zeit erkannt. Deshalb verlinke auch ich nach jedem Posting auf “Ähnliche Einträge”, verlinke die “Top 5 Artikel”, die “Neueste(n) Artikel” und biete auf speziellen Unterseiten meine Lieblingsbeiträge aus den verschiedenen Themengebieten an. Jedes mal, wenn du Texte verfasst, sollten damit in Verbindung stehende Texte verlinkt werden. So wird garantiert, dass der Besucher immer die vollen Informationen und Gedanken zu einem Thema erhält. Außerdem freust du dich über mehr Views :)
Am wichtigsten ist:
“Verlinke möglichst sichtbar die Inhalte, die du auf einer fremden Website auch als erstes Lesen würdest.”
Anders gesagt:
“Verlinke die Inhalte möglichst prominent, die du selber für die besten hältst.”
Du kennst dich ja mit deinem Thema aus (bzw. solltest es…) und weißt bestens, was sehr interessant und was nicht so interessant ist!
2. Kommentare
Ein wesentlicher Bestandteil jedes Blogs aber auch jeder “normalen” Contentseite, ist die Möglichkeit der Besucher ihre eigenen Ideen zu hinterlassen. Nur wer die Interaktivität zwischen Seite / Autor / Besucher fordert, erreicht maximalen Erfolg.
3. Die verflixten Feeds
Feeds sind ein wahres zweischneidiges Schwert. Entweder ich biete meinen Lesern den ganzen Text, oder erlaube ihm nur Auszüge zu lesen. Beides hat Vor- und Nachteile. Wenn ich meinen Lesern den ganzen Text in einem Feed zur Verfügung stelle, werden sie nicht mehr so häufig meinen Weblog besuchen. Bekommen sie nur einen Auszug zu lesen, zwinge ich sie dazu, entweder den Eintrag im Blog aufzurufen oder eben nur einen Teil davon. Somit mache ich den Feed nach einiger Zeit relativ unattraktiv.
Ich empfehle: Überlasse deinen Usern den ganzen Feed! Damit deine Views darunter nicht leiden, schaffst du zusätzliche Anreize den Blog aufzurufen. Das können Umfragen, Grafiken etc. sein. Aber auch ein Schreibstil der zum “Kommentieren” verleitet, erhöht deine Views deutlich.
4. Special-Events
Mit Gewinnspielen, Wettbewerben etc. – sofern aufregend und innovativ -, hebt sich deine Seite von der Masse ab und kann enorm an Seitenaufrufen zulegen. Erstens werden neue Leser auf deine Projekt aufmerksam, zweitens drückt es Stammleser immer enger an dein Magazin.
Wie kann so ein Event aussehen?
Ich überhäufe dich hier nicht mit theoretischem Gelaber, wenn ich es nicht bereits selbst getestet hätte. Meine Gedanken entstehen nicht aus dem Nichts, sondern aus langer Erfahrung:
Interviews mit vielen deutschsprachigen Bloggern
Seo-Wettbewerb 666
Zugegeben sind nicht alle dieser Events auf ein großes Echo gestoßen, dennoch geben sie dir eine ungefähre Idee, was ich mir unter einem guten “Special Event” vorstelle!
5. Artikel-Serie
Mit Artikel-Serien habe ich persönlich nur extrem positive Erfahrungen gemacht. Ich habe Spaß am Schreiben, meine Leser studieren sie mit Leidenschaft, meine Views machen Luftsprünge. Wenn ich eine Serie zu einem Thema schreibe, bin ich gezwungen, mich mit der Materie genauer auseinanderzusetzen und mir intensiv Gedanken zu machen.
So entstehen immer interessantere und besser überlegte Beiträge – deine Leser werden es dir danken! Und zwar in Form von erhöhten Views. Entdecke ich einen wundervollen Eintrag einer Serie, will ich unbedingt den nächsten Teil ebenfalls lesen. Handelt es sich um eine aktuelle Serie, werde ich eventuell jeden Tag die Website aufrufen um den nachfolgenden Beitrag sofort nach Erscheinen zu lesen. Ist die Serie älter, klicke ich mich durch jede Seite einzeln mit erhöhter Aufmerksamkeit durch.
“Wickie und die starken Männer” (Kinderserie) endete immer abrupt mitten in der Geschichte. Als kleiner Junge war ich erst sehr enttäuscht, fieberte dann aber schon der Fortsetzung am nächsten Tag entgegen. Es war nicht möglich, eine Folge zu versäumen!
Hier findest du meine Serien:
http://www.eint.de/weblog/erfolg-mit-adsense
http://www.eint.de/weblog/meine-seo-ansichten
http://www.eint.de/suchmaschinen-optimierung.php
6. Newsletter
Zu Newslettern findest du im Internet etliche ausführliche Informationen.
Hier nur so viel: – Berichte deinen Lesern von den besten neuen Texten deiner Seite. – Schaffe Sonderkonditionen, die nur für deine Abonnenten gelten.
Beispiel: Eint Newsletter – Schreibe eigene Artikel, die nur deinen Abonnenten vorbehalten sind.
Kurz: Deine Abonnenten müssen exklusive Vorteile genießen!
Entgegen der Meinung vieler Webmaster…
Möglichst viele Abonnenten mit irgendeinem Trick einfangen ist ausreichend.
vertrete ich die Ansicht…
der Newsletter und deine Abonnenten müssen gepflegt werden. Wenn ich interessante exklusive Inhalte verspreche, den Newsletter dann aber mit Werbung vollplastere, darf ich mich nicht wundern, wenn sich viele abmelden wollen oder dem Newsletter NULL Aufmerksamkeit schenken.
Ich hoffe mein erster Eintrag nach 2 Monaten Pause hat dir gefallen und du bist auch weiterhin dabei.
Es geht wieder los -> EINT ist back!
Klick für den Feed!