Interview mit Alexander Endl von www.endl.de/weblog

alexander endlBitte erkläre als Einleitung kurz, in welchem Themengebiet sich dein Blog bewegt, welchen persönlichen Bezug du dazu hast bzw. wieso du dich dafür entschieden hast.

Zielpublikum Weblog, oder: das Weblog von Alexander Endl – ganz wie man mag. In meinem Weblog geht es vor allem um das Internet, seine faszinierenden und seine unangenehmen Seiten, und seine Kommunikations-Formen. Es geht über das Leben (meist: im Allgemeinen), über Fußball, Gesellschaft und manchmal auch Politik und was mich sonst so beschäftigt. Und es geht um uns als Verbraucher, daher auch “Zielpublikum”, freiwillig oder unfreiwillig einer Zielgruppe und einem Nutzerprofil zusortiert. Begehrt und umgarnt als Objekt der Werbebotschaften, dringend gesuchter Konsument, aufgeforderter Teilnehmer der Interaktion und nicht zuletzt Studienobjekt für Wissenschaft und Forschung. – Warum gerade dieser Themenmix? Hat sich so ergeben und ich war selbst überrascht.

Wie wichtig ist dein Blog für dich? Wie viel Zeit investierst du?

Ich investiere so viel Zeit wie es Zeit braucht und ich mir freimachen kann. Damit meine ich, ich nehme mir die Zeit, wenn ich das Bedürfnis habe zu schreiben. Schreiben ist also kein Zwang und es gibt keine tägliche Verpflichtung dazu. Dass man täglich meist dann doch dabei ist, ist einfach Spaß an der Sache und eben Bedürfnis.

Hörst du Musik während dem Bloggen? Was sind deine Lieblingsbands?

Meistens Nein. Ich habe lange viel Musik gehört, aber zur Zeit genieße ich es in der Regel, wenn ich mich in aller Stille auf etwas konzentrieren kann. Ausnahmen gibt es natürlich und manche Blog-Artikel wären ohne die dabei gerade laufende Musik gar nicht möglich gewesen. Meine Lieblingsbands stammen alle noch aus den alten Tagen: The Pixies, The Cure, Nick Cave, Faith No More, Cardigans, Sugarcubes, Moloko – aber auch Norah Jones ist mit dabei.

Was machst du, wenn du gerade nicht bloggst? Studieren, Arbeiten?

Ich arbeite als Projektmanager (Schwerpunkt Digitale Medien) in einem Grafikdesignbüro in Frankfurt. Studium der Rechtswissenschaft habe ich Gott sei Dank hinter mir.

Betreibst du neben deinem Weblog noch weitere Internetprojekte?

Ich blogge noch bei den Clubfans (clubfans.de) als Co-Blogger. Derzeit reichen beide Blogs aus um meinen Bedarf an der aktiven Beteiligung an Internetprojekten zu decken. Passiv treibt man sich dann schon noch hier und da rum, bspw. auch in Second Life.

Woher nimmst du die Motivation jeden Tag weiter zu bloggen?

Die Motivation kommt zu mir – sozusagen. Ich habe keine Ahnung woher. Und das schon seit Jahren. Früher, als es noch keine Blogs gab, schrieb ich einen nicht-kommerziellen Newsletter über das Neueste im Internet (z.T. einen pro Monat, war ein unglaublicher Aufwand), heute blogge ich eben. Ich denke, das hat man im Blut oder nicht.

Bloggst du aus kommerziellen Gründen? Oder siehst du Bloggen mehr als Hobby?

Kommerzielle Gründe sind nicht meine Motivation, das vorweg und dick unterstrichen. Aber ich habe auch nichts dagegen. Wenn sich die Gelegenheit bietet damit Geld zu verdienen, gern. Zudem interessiert es mich auch beruflich wie sich ein Projekt kommerzialisieren lässt, inkl. aller damit verbundener Erfahrungswerte, die man damit sammeln kann (Marktpreise, technische Hürden, Kommunikation – und auch die Kritik ob einer Kommerzialisierung).

Was tust du, um deinem Blog Leser/Besucher zu verschaffen?

Nichts strategisch gezieltes jedenfalls. Man weiß natürlich, wie man mehr oder minder erfolgreich das Augenmerk auf sich ziehen kann. Manchmal spielt man mit diesen Mechanismen, teils aus Ego-Befriedigung, teils um der Sache willen, teils aus purer Gaudi. Aber alles eben ohne Konzept. Schon bei meinen früheren Projekten war uns relativ klar, wie man Besucher-Erfolg verbuchen könnte (oder “schneller könnte”), aber am Ende geht es einem dann doch mehr um das Interesse, das einem von selbst entgegengebracht wurde, und nicht um das, was man sich beschafft hat oder um das man mit allen Mitteln gebuhlt hat. Ist eben fast wie in der Liebe: Man will um seiner Selbst willen geliebt werden, nicht wegen seines Geldes oder Ruhms und auch nicht weil der andere etwas in einem sah, was man eigentlich gar nicht ist.

Bloggst du öfters über Klatsch & Tratsch & Hype – Themen (z.B. Knut, youporn) um Traffic zu provozieren?

Zu meinen Themen gehört auch Bloggersdorf und da gehört das einfach auch dazu darüber zu berichten. Manchmal denkt man sich: Warum nicht auch einen Hype mitnehmen? Aber am Ende muß es einfach eh irgendwie rein passen und man will auch was dazu zu sagen haben. Aber heilig gesprochen möchte ich da nicht werden. Kann auch mal vorkommen.

Wie stehen deiner Meinung nach die Chancen, sich im deutschsprachigen Raum als Blogger den Lebensunterhalt zu verdienen?

Die Frage kann man so nicht beantworten, dazu ist der Begriff Bloggen und Blogger zu vielschichtig. Als kleiner Privatblogger, der neben Studium oder Arbeit ab und an mal was schreibt, der wird auch zukünftig nicht im Vorbeigehen plötzlich das große Geld machen. Wer aber Schreiben als seine Passion sieht und dazu auch noch das nötige Talent hat, für den sehe ich durchaus die Chance über kurz oder lang ein vernünftiges Einkommen mit einem Weblog zu erzielen. – Warum auch nicht? – Aber es wird noch dauern, bis die entsprechenden Strukturen aufgebaut sind, die auch einen gewissen Grundsockel pro Monat sichern.

Was hältst du von bezahlten Blog-Beiträgen, abgewickelt z.B. über trigami.com? Was muss geschehen, damit du einen bezahlten Beitrag schreibst?

Das tue ich ja bereits (trigami).
Die Diskussion wurde ja heiß geführt und würde hier sicher den Rahmen sprengen sie zu wiederholen. Und dies wäre notwendig, um meinen Standpunkt richtig darzulegen. Die wesentlichen Dinge sind wohl: Werbung muss klar gekennzeichnet sein. Als Blogger sollte man sich davon nicht in seinem sonstigen Bloggen beeinflussen lassen (- und die Gefahr besteht). Man sollte immer zu dem stehen können, was man tut.

Ich hatte meine Probleme mit denen, die vehement gegen Werbung ins Felde gezogen sind um dann bei der ersten wirklich lukrativen Anfrage mit wehenden Fahnen übergelaufen sind. Habe das aber auch zwischenzeitlich als “eben menschlich” akzeptiert, nach vielen Diskussionen.

Für mich selbst sehe ich das auch wiederum als berufliche Erfahrung wie auch schreibende Herausforderung. Man lernt viel, wenn man etwas selbst ausprobiert, gerade auch im Hinblick darauf, wie man damit umgeht einen neutralen Bericht über den zu schreiben, der einen bezahlt. Das ist durchaus spannend und hinterfragt einen selbst bisweilen.
Aber wie bei so vielen Dingen finde ich, dass man einfach abwägen und dann zu seinen Entscheidungen stehen sollte.

Welche Werbeformen empfindest du persönlich als in Blogs besonders effektiv?

Das ist für mich keine Frage der Form sondern des Inhalts. In dem Sinne also als Antwort: kontext-sensitive Werbung ist für mich am ehesten Erfolg versprechend, weil dann die Werbung zu dem Inhalt passt, mit dem ich mich gerade beschäftige. Und sonst gilt: Es muss mich eben ansprechen, gerade thematisch passen oder einfach gut gemacht sein. Ganz schlecht ist “Penetranz” und “Mogelpackungen”, beides erkennt man mit der Zeit ganz gut.

Was hältst du vom momentanen Web 2.0 – Hype? Wohin wird das führen?

Wüßte man wohin es führt, wäre es doch langweilig. Ich denke man ertastet da einfach, nachdem man die Technik halbwegs im Griff hat und die realen Lebensabläufe ins Web übertragen konnte, nun Neuland. Was dabei herauskommt, ob es unsere Gesellschaft ändern wird – ich weiß es nicht, aber ich denke es wird. Der “Hype” wird abklingen, “Hypes” sind eh meistens eigentlich immer etwas hinter der aktuellen Entwicklung zurück, fokussieren auf irgendwas publikumswirksames (was nicht immer der Kern der Sache sein muss) und führen nur zu überzogenen oder auch falschen Erwartungen. Das Web 2.0, also vor allem der “Mitmach-Gedanke” führt derzeit bei denen, die dazu eh schon immer geneigt haben (sozusagen genetisch codiert) dazu, dass sie ihre Neigung endlich ausleben können und nun Neues entwickeln. Die anderen dazu bewegen mitzumachen wird eine ganz andere Nummer.

Wo findet man dich im WWW sonst noch? Verbringst du Stunden auf youtube, studivz oder myspace? In welchen Foren bist du aktiv?

Ja, so irgendwo überall, wenigstens mal beim reinsehen (außer StudiVZ). Auch Second Life ist ja zur Zeit eine interessante Plattform.

Was sind die Kriterien für einen guten Blog? Welche Tipps kannst du einem Anfänger mit auf die Reise geben?

Ich fühle mich selbst als Lernender, daher wäre gute Ratschläge vielleicht etwas vermessen. Ich mag besonders Blogs, bei denen man den Schreiber erkennt und kennen lernt. Das müssen keine Stories aus dem Nähkästchen sein, das ist einfach eine Frage, ob man bereit ist aus sich selbst heraus zu bloggen oder nur etwas darstellen will – ganz egal ob man da über Musik, IT oder Haustiere bloggt.

Und das ist vielleicht auch mein “Tipp”: Man selbst sein. – Man darf sich Vorbilder nehmen und daran auch versuchen seine Schreibe oder seinen Stil zu finden, man sollte aber nicht versuchen jemanden zu kopieren. Manche Bücher z.B., wie Herr Lehmann, haben kurzzeitig beim Lesen meinen Schreibstil beeinflusst, das hat Spaß gemacht, legte sich aber wieder und ein bisschen was nimmt man dann mit.

Man darf sich selbst hinterfragen, man darf sich irren, man darf mal zu laut poltern und mal zu leise gewesen sein – aber man sollte dazu stehen und bereit sein sich auch kritisch zu hinterfragen. Ich mag Kontinuität und Integrität, aber wenn man sich und seine Ansichten doch ändern muss, weil sich etwas verändert hat oder weil man sich einfach irrte, dann ist mir eine Auseinandersetzung damit lieber als ein stures Festhalten an den eigenen Prinzipien.

Was willst du in deinem Leben keinesfalls versäumen? Was willst du noch erleben?

Was ich will? Ich will einfach dabei sein. Ich will die Entwicklungen im Internet weiter mitverfolgen, will mitten drin sein und im Idealfall auch selbst etwas bewegen und beeinflussen, auch wenn es nur in einem ganz kleinen Bereich sein sollte. Und wenn ich träumen darf: Ich möchte erleben, dass sich Qualität und Kreativität durch irgendein Wunder der Technik oder der Systeme am Ende doch durchsetzen vor Populismus, Boulevard, Einheitsbrei und nicht zuletzt dem Geld, das reingesteckt wird. Aber das ist wirklich nur ein Traum.

Man sieht die Inhalte vor lauter Schwanzvergleichen nicht mehr : Die große Abrechnung TEIL 3

Um diesen Artikel verstehen zu können, solltest du bereits über TEIL 1 und TEIL 2 informiert sein!

Ach ja, bitte nicht zu ernst nehmen ;) Viel Spaß!

http://www.endl.de/weblog

Das scheint wohl mehr so ein privates Projekt eines verspielten Internetfreaks zu sein. Die Inhalte sind sehr gemixt und erstrecken sich über jegliche Themenbereiche. Die eventuell vorhandenen Leser scheint das etwas abzuschrecken, was sie mit mangelnden Kommentaren beantworten, bzw. eben nicht. Aber nein! Der private Bereich ist recht interessant, dort findet man Fotos der Kinder und seiner Frau, sofern man das streng geheime Passwort kennt. (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.webmasterfind.de/blog

Ein sehr geruhsamer Blogger, der ab und zu einige Neuigkeiten aus der Online-Welt aufgreift. Doch die Kommentare der Besucher bleiben aus, was ihn in ein wahres Tief gedrückt hat. Seit einem Monat hat in wohl die Bloglust verlassen, es finden sich keine neuen Beiträge. So wie ihm ergeht es etlichen Bloggern, die sich vor den Blog-Zupflasterern alla Basic Thinking beugen müssen. So viel Zeit für unglaublich viel Text-Gewurschtel hat eben nur der gute alte Basic. (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.mediengestalter-blog.de

Ahui, ein prächtiges Design entzückt mein strahlengeschädigtes Auge, ich hoffe der Schein trügt nicht. Was haben wir denn da? Eine gemütliche Blogpause von 1. – 22. Juni, danach ebenfalls recht unregelmäßige Beiträge. Aso jetzt wir mir alles klar, der Betreiber scheint mit dem Aufbau einer gigantischen Community betreut zu sein. Auf mac.user.ie findet man eines der größten irischen Apple-Foren. Das hat wahrlich noch gefehlt! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.connectedmarketing.de

Das Blog ist mehr eine Selbstdarstellung des Autors, wenngleich auch interessante Inhalte nicht fehlen. Hier finden sich Referenzen, Vorträge, etc. des großen Martin Oetting, der laut Angaben Gesellschafter bei der ersten deutschen Word-of-Mouth Marketing Agentur trnd ist. Lesenswert! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.roell.net/weblog

Alter! Bei diesem Design roll ich so schnell wieder davon, wie ich hergeroellt bin. Ah zum Glück ist der Blog seit 19. Januar 2007 außer Betrieb. So ein Glück, dann kann ich das Lesen der Beiträge ja fallen lassen – wahre Augenkrebs-Prävention. Wer ihn tatsächlich vermisst, kann hier jederzeit herausfinden, wo er sich gerade rumtreibt. (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.m-e-x.de/blog

Puh da bleibt mir wohl noch ein Blog erspart, scheint es nicht mehr zu geben.

http://www.googlewatchblog.de

Den ganzen Tag nur über Google zu bloggen findest du langweilig? Ich auch! Aber ein gewisser Jens Minor scheinbar nicht. Damit fährt er übrigens auf der Überholspur, mit 5850 Feed-Lesern, täglichen Einträgen, einigen Kommentaren und einem eher langweiligen aber funktionellen Google-Design, gehört er zu den Top-Bloggern. Hut ab, ich wünsche frohe Adsense-Einnahmen! Aber sei nicht zu böse zu Tante Google, sonst kicken sich dich weg vom Adsense-Fenster, bamm! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.photoshop-weblog.de

Popups und Flash-Anzeigen müssen jetzt aber wirklich nicht sein! Du kannst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass du so gute Einnahmen erzielst? Probier es mal mit Partnerprogrammen oder Adsense, das lässt sich doch sicher weniger aufdringlich gestalten. Von einem Photoshop-Weblog hätte ich mir auch einen ansprechenderen Header gewünscht, ein paar angemalte Rasterkästchen hinklopfen kann doch nicht alles sein. Den Inhalt analysiere ich jetzt mal nicht, zu faul. (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.einfach-persoenlich.de/weblog

Bei diesem strahlenden Design fühlt man sich gleich wie zu hause, einfach persönlich grinst einem auch gleich der Autor des Blogs entgegen. Ich kann mich echt nicht beschweren! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.trendmile.com/Blog

Der Inhalt klebt mir persönlich etwas zu weit links; da vergeht einem sehr schnell das Lesen. In elf Monaten wurden hier sagenhafte 70+ Einträge verfasst. Das schüttelt Robert Basic locker in zwei Tagen aus dem Ärmel. Ein wahrer Seo eben – gute Platzierungen sind wichtiger als guter Content! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

http://www.werbeblogger.de

Hier gefällt mir wieder einmal alles. Besonders genial ist der grafisch gestaltete Ipod, mit dem sich Podcasts abspielen lassen – gutes Futter für Nerds. Immer schön brav weiterbloggen! (-> Zufällig gewählter Beitrag)

Web 2.0 muss nicht teuer sein, Investoren ade

Die landläufige Meinung bezüglich Web 2.0 Projekten scheint folgende zu sein: “Ohne zahlungskräftige Investoren, die Millionen Euro in das Projekt investieren, läuft überhaupt nichts!”

Das trifft für einige größere Web 2.0 Projekte zu, jedoch existieren auch deutliche Ausnahmen. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist Daniel Minini, der bereits Seiten wie “hast-du-mich-lieb.de” oder “du-gehoerst-zu-meinen-freunden.de” verbrochen hat.

Mit beiden hatte der 17 Jährige (oder 18? ohne Gewähr) extreme Erfolge und konnte Millionen Email-Adressen in seiner Datenbank speichern. In letzter Zeit ist in Webmasterforen kaum mehr von ihm die Rede, weil ältere Webmaster einfach vor Neid erblassen mussten. Er wird wahrlich verdrängt ;) (Aber das ist ein anderes Thema, vielleicht konfrontiere ich ihn mal mit einem Interview…)

Auf jeden Fall hat er allen gezeigt, dass keine reichen Investoren und jahrenlange Arbeiten nötig sind, um ein erfolgreiches Projekt zu züchten. Sein Zauberwort lautet “Virales Marketing“. Beide Projekte hat er mit minimalem Aufwand programmiert – die Ideen waren genial aber einfach.

Seine Mitglieder hat er nun zu einer großen Web 2.0 Teenie-Community zusammengefasst, die unter dugg.de zu finden ist. Er behauptet bereits über 2 Millionen User dort zu vereinen, was so ziemlich die meisten anderen Communities schlagen dürfte.

Für ein großes Web 2.0 Projekt benötigt es aus meiner Sicht:

1. Eine geniale Idee
2. Aufwand für Progammierung & Design
3. Eventuell ein paar Leute, die dabei helfen
4. Geld für Domain, Hosting und evtl. etwas Werbung
5. Einen Pressetext, der sich verbreitet und veröffentlicht wird
6. Geduld und Hartnäckigkeit

Natürlich kann man sich nach einer gewissen Zeit von großen Investoren kaufen lassen, um das Projekt noch größer und aufwendiger werden zu lassen. Nötig ist das jedoch nicht. Studivz hat auch früher gut funktioniert.

BlogPay.de – wo sich Blogger billig verkaufen

Über Trigami habe ich bereits geschrieben; dort erhalten Blogger für ihre bezahlten Beiträge eine ganz respektable Vergütung.

Nun habe ich mir den Konkurrent BlogPay.de angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass Gesuche mit einer Vergütung von 1 Euro zu finden sind. Ich war überzeugt, dass sich für 1 Euro kein Blogger finden wird. Da lag ich wohl etwas falsch. Dieses Gesuch hat bereits 4 Anwerber, also 4 Blogger, die sich für 1 Euro verkaufen.

Ganz ehrlich…; da melde ich mich bald als Merchant an und lasse andere Billig-Blogger für einen Euro einen Beitrag über meinen Eint-Blog schreiben. Wenn es mir nicht zu blöd wäre… – ich lass es wohl bleiben.

Dennoch sollte man BlogPay.de nicht aus den Augen lassen. Ideal zum preisgünstigen Bewerben neuer Projekte!

Webmaster sind eklige Neidhammel

Erstmals möchte ich mich für das Wort “Neidhammel” entschuldigen. Ich habe keine Ahnung, wie so etwas meinem Wortschatz entspringen konnte – aber egal!

Wenn ich merke, wie sich Blogger darüber aufregen, dass man Kommentare mit Links zu ihren Beiträgen hinzufügt, kommt es mir hoch. Wenn ich merke, dass Webmaster bei Reflinks verzweifelt die Domain eintippen oder den Ref-Code löschen, nur um nicht geworben zu werden, wird mir schlecht. Wenn ich merke, wie groß der Neid in der Webmaster- & Bloggerwelt ist, und ich davon ein Teil bin, übergebe ich mich endgültig.

Leute, so kann es doch nicht weitergehen!

Wenn jemand einen Kommentar – mit der relativ eindeutigen Absicht des Backlink-Aufbaus – in eurem Blog hinterlässt, dann zuckt doch nicht gleich aus. Sofern der Kommentar halbwegs etwas mit dem Inhalt des Beitrags zu tun hat, stört das doch niemanden.

Lediglich im Neid-Hirn eines Bloggers kommen schon wieder hasserfüllte negative Gedanken auf:

“Den Kommentar lösch ich! Durch mich soll er keine Linkpopularität gewinnen!”
“Haha hätte er wohl gerne, Links sammeln in meinem Blog, sicher nicht!”
“Und schwupp schon gelöscht, blöder Spammer, nächstes mal gleich ne Abmahnung reinwürgen!”

Jetzt seid doch mal ehrlich! Eurem Erfolg steht es keinesfalls im Wege, wenn ihr einen solchen Kommentar zulässt. Irgendjemand freut sich über einen neuen Backlink, ihr habt dafür ein paar Wörter mehr für euren Beitrag. Und euch hat es doch wirklich nicht weh getan. Oder doch?

Die meisten Blogger beschäftigen sich viel zu sehr mit ihrer Umgebung, anderen Blogs, Foren, etc. Anstatt dauernd im Konflikt mit ach so schlimmen “Spammern” zu sein, sollte man lieber ordentlichen Content produzieren. Erfolg statt Neid & Missgunst!

Weiters will ich das Thema “Reflinks” anprangern. Wenn ich auf eine Seite gelange, die mir ein bestimmtes Produkt oder was auch immer, per Textlink oder Banner empfiehlt, dann klicke ich bei Interesse darauf und nehme das Angebot eventuell wahr.

Reflinks (auch Refer-Link oder Referral-Link, vom Englischen to refer = dt. verweisen) sind Hyperlinks, die auf eine oft kommerzielle Seite verweisen. Sie finden in der Internet-Vermarktung gehäuft Verwendung. Durch Anklicken eines Reflinks kann vom Betreiber dieses Links ermittelt werden, wie viele Klicks generiert wurden. Dies ist bspw. bei der Werbung von Freunden über das Internet hilfreich. Reflinks können relativ einfach am Ende der URL ermittelt werden. Hier steht in den meisten Fällen die Identifizierungszahl oder -bezeichnung des Werbenden.

Technisch betrachtet handelt es sich um eine Parameterübertragung zusätzlich innerhalb der URL.

Beispiele eines Reflinks (“benutzer1” identifiziert dabei den Werbenden):

* http://www.reflinkbetreiber.de/shop/benutzer1
* http://www.reflinkbetreiber.de/shop.php?comefrom=benutzer1

http://de.wikipedia.org/wiki/Reflink

Die meisten Neidmaster (tolle Wortneubildung, oder?) haben jedoch schon ein richtiges Gespür für Werbelinks mit Refid. Sie wissen, dass der Webmaster Geld verdienen könnte, wenn sie auf eines der Werbemittel klicken und dann womöglich noch ein Angebot wahrnehmen. So merken sie sich meist die Ziel-Adresse der Werbung und tippen diese manuell ein, oder kopieren den Link und löschen die Refid heraus. Aus dem selben Grund sind z.B. auch die Klickraten von Google Adsense auf Internetaffinen-Seiten deutlich geringer. Dort tummeln sich nämlich Leute, die Ahnung von Internet-Werbung haben.

Sofort taucht wieder dieses Gedankengut auf: “Ui eine Adsense-Werbung! Die Anzeige interessiert mich zwar sehr und ich würde gerne draufklicken. Aber lieber nicht, sonst verdient der Webmaster noch Geld! Der wird noch blöd reich mit mir, sicher nicht!”

Wenn mich eine Werbung interessiert, dann klicke ich einfach drauf. Als Dankeschön, dass mir der liebe Webmaster so tolle Angebote auf seiner Seite empfiehlt, kann er ruhig etwas Geld mit mir verdienen. Ich habe ja keinen Nachteil davon!!

Also: Zieht euer eigenes Ding durch und verbringt nicht den ganzen Tag mit Hassgedanken an erfolgreichere Webmaster.

Und vor allem: Sucht euch ein Real-Life! Geht raus an die frische warme Luft und führt reale Kommunikation mit anderen Menschen!

Witz des Tages: Youporn

Wieso klicken Besucher, die über den Begriff “youporn” eine Website erreichen, sofort auf einen Banner?

Weil sie mit einer Hand unter’m Tisch nicht gescheit einen Suchbegriff eintippen können und lieber gleich weiterklicken.

Deshalb sind die Klickraten bei Adultpromotion auch so extrem hoch!

Hilfe mein Blog wurde gehackt! Oder doch nicht?

Ich staunte nicht schlecht, als ich im 13. Kapitel meines SEO-KURS einen ungenierten amerikanischen Textlink mit Beschreibung vorfand:

“Related Link: Merchant Account Services Get a business merchant account today and you can be accepting credit cards for your physical or online business business in minutes.”

Sofort war mir klar, irgendjemand hat sich Zugriff zu meinem Weblog verschafft. Noch mehr erschrak ich, als ich merkte, dass sich der Link nicht aus dem Beiträg löschen lässt. In der Editierungsansicht war er schlichtweg nicht vorhanden.

Ein wahrer Geist also! Ich sah mich einem Profi-Hacker entgegengestellt – machtlos!

Als ich mich dann aber bei Text-Link-Ads eingeloggt habe, hat sich der Spuk sehr schnell in Luft aufgelöst. Ich klicke auf meine Verdienste und erkenne, dass mir für diesen einen Link ein ganz akzeptabler Beitrag gutgeschrieben wurde. So wirklich in Kenntnis gesetzt davon wurde ich nicht. Text-Link-Ads scheint eine wirkliche einzigartige Software zu besitzen, die es ihnen erlaubt, über das aktivierte Wordpress-Plugin, Textlinks auf jeglichen Seiten des Blogs zu platzieren.

Text-Link-Ads lohnt sich für Blogger enorm! Was stört mich schon ein kleiner Textlink in einem meiner alten Beiträge?

(LinkLift und co scheinen diese Funktion nicht zu besitzen)

Msn / Live sperrt die Suchanfrage nach youporn und you porn

Wer bei Msn / Live nach den Begriffen “youporn”, “you porn”, etc. suchen will, erhält folgende Meldung:

Der Suchbegriff youporn führt möglicherweise zu rechtswidrigen oder jugendgefährdenden Inhalten. Diese Inhalte werden auf Live.com nicht angezeigt.

Nachdem erstmals jegliche sexuelle Begriffe gesperrt wurden, hat die Suchmaschine nun also auch die genannten youporn-Begriffe zensiert. Ein ziemlicher Wahnsinn, wie ich finde. Sogar die Suche nach “Geschlechtsverkehr” liefert keine Ergebnisse. Wie soll sich da ein Jugendlicher bei Bedarf Informationen holen…

Msn pfui, Google hui!

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