Stellenwert der Internetnutzung von Studenten

Der Siegeszug des Internet hat in den letzten Jahren einen erstmaligen neuen Höhepunkt erreicht. Das WWW zieht sich quer durch die ganze Gesellschaft, sowie alle Bildungs- und Einkommensschichten. Vor allem die mit hohem Internetkonsum heranwachsende Generation der Schüler und Studenten in Österreich ist immer wieder auf das weltweite Computernetzwerk angewiesen. Längst findet das Internet nicht nur mehr als Unterhaltungs- und Spielemedium Verwendung; der Gebrauch als softwaregestützte Lern- und Anmeldehilfe ist obligatorisch geworden.

Das Internet ist für Studenten in Österreich praktisch unabdingbar geworden. Bereits die Immatrikulation findet ihren Start im Internet, auch die Anmeldung für Prüfungen jeglicher Art ist online zu erledigen. Desweiteren werden die Studenten oftmals durch eigens eingerichtete Lernplattformen mit Neuigkeiten und Lernhilfen versorgt.

Somit ist es unmöglich ein gewünschtes Studium zu beginnen, geschweige denn es erfolgreich zu Ende zu führen, ohne auch nur einmal im Internet „gesurft“ zu haben. Theoretisch ist ein eigener Internetzugang nicht unbedingt erforderlich, da in den meisten Universitätsgebäuden ein Wireless-Zugang ermöglicht wird. Auch das Erledigen dieser Art von Aufgaben (Anmeldungen, Lernplattform-Nutzung, etc.) in Internetcafés ist durchaus denkbar.

Dennoch erleichtert ein eigener Internetzugang (am besten in Kombination mit einem Notebook, um eine erhöhte Mobilität zu gewährleisten) ein erfolgreiches Durchschreiten des Studienalltages enorm.

Die Vorteile eines eigenen Internetzugangs sind wie folgt erklärt:

Schnelle und einfache Erledigung jeglicher Anmeldeprozeduren für Vorlesungen und Prüfungen. (Praxis: Der Student geht mit einem Rechner seiner Wahl ins Internet und kann sich innerhalb von Minuten für gewünschte Vorlesungen und Prüfungen registrieren. Sollte eine nachträgliche Abmeldung gewünscht sein, um beispielsweise einer eventuell vorhandenen No-Show-Regelung zu entgehen, ist auch das mit wenigen Klicks zu erledigen.)

Kein Vergessen diverser einzuhaltender Termine. (Praxis: Da Universitätsseiten meist Semesterpläne mit Anmeldefristen und Prüfungsterminen online zur Verfügung stellen, ist die Chance auf ein Versäumen diverser Fristen stark minimiert.)

Empfang von universitär versendeter Emails. (Praxis: Mitarbeiter der Universitäten versenden des Öfteren Nachrichten mit Erinnerungen an Fristen, sowie Benachrichtigungen über soziale und kulturelle Events jeglicher Art.)

Direktes Herunterladen von Lernhilfen, Scripten und Folien in wenigen Sekunden auf den eigenen Rechner. (Praxis: Vortragende Professoren stellen meist ein großes Repertoire an Lernhilfen für ihre Studenten bereit. Dieses ist jedoch ausschließlich online verfügbar und für den raschen Download auf den eigenen PC konzipiert.)

Kommunikation mit Studenten, Tutorienleitern und anderen Uni-Angehörigen. (Praxis: In eigens eingerichteten Foren ist es den Studenten möglich sich über Aufgaben und Prüfungen mit Leidensgenossen zu unterhalten und sich gegenseitig auf dem Weg zu unterstützen.)

Rasches Recherchieren jeglicher Themen und Auffinden von für Aufgaben benötigter Literatur. (Praxis: Mit Hilfe des Internets wird den Studenten das Recherchieren von für Aufgaben benötigter Literatur stark vereinfacht. Die Recherche kann oft bequem von zu Hause stattfinden; ein anschließender Gang zur Bibliothek wird jedoch oft nicht erspart, was sowieso nicht unbedingt erstrebenswert wäre.)

Der Vollständigkeit halber sollen nun auch einige möglicherweise denkbare Nachteile der Internetnutzung aufgelistet werden:

Zu starkes Vertrauen in das „Wundermedium“ Internet und Vergessen der eigenen Kompetenzen. (Praxis: Ein Student misstraut seinen eigenen Fähigkeiten und beginnt bei Kleinigkeiten die Hilfe anderer Studenten und Tutorienleiter fast schon panisch in eigens dafür eingerichteten Foren zu suchen.)

Abschweifen von den wesentlichen Lerninhalten bis hin zu Verweigerung von Literatur in physischer Form. (Praxis: Der Student surft stundenlang auf nur sekundär relevanten Internetseiten und verzichtet wenn irgendwie möglich auf den Gang zur Bibliothek.)

Eine Nicht bzw. nur seltene Verwendung des Mediums Internet hat auch im Hinblick auf soziale Faktoren weitreichende Konsequenzen. Studenten, die kaum bis gar nicht mit dem Internet vertraut sind und es selten nutzen, erfahren eine Art von abgeschwächter Stigmatisierung. Wer sich heutzutage nicht mit Studenten und Freunden über soziale Netzwerke austauscht, kann durchaus die ein oder andere Studentenaktion, Reise oder Party versäumen (meist werden auch die Anmeldeprozeduren dieser Events online organisiert).

Auch für die Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten bzw. Jobaussichten hat das Internet für Studenten einen zentralen Stellenwert erreicht. Internetaffine Studenten suchen nach passenden Nebenjobs, Sprachreisen und Praktika mittels eigens für Studenten kreierter Jobbörsen. Wer diesen Trend verschläft und seine Jobsuche auf die Angebote in Zeitungen und an Pinwänden beschränkt, versäumt eine Fülle von Angeboten und hat Nachteile vor allem im Hinblick auf Aktualität und Auswahl zu erwarten. Weiters führt eine starke Nutzung des eigenen Internetzugangs zu einer steigenden Kompetenz im Bereich neue Medien, die für das Berufsleben heute und vor allem in der Zukunft von zentraler Bedeutung sind.

Fragliche Gewinnspiele, Abzocke?!, 9Live – Dokumentation

Ich habe soeben im Dokumentarfilmblog einen sehr entsetzenden Beitrag gesehen; so extrem hätte ich es mir nicht vorgestellt, aber seht selbst: