Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck

Eint Guy GeheimtippsHeute blogge ich über ein Thema, dass mir schon seit einigen Tagen in den Fingern juckt. Vielleicht kennt ihr bereits die Adsense Anzeigen, die für den kostenlosen Firefox werben. Wahrscheinlich wirbt jemand gerade auf euren Seiten für den Firefox Webbrowser.

Nun fragt man sich:
Wieso wirbt jemand für einen kostenlosen Webbrowser?
Auch wenn er noch so toll ist…

Auf der Website einen Button einbauen ist verständlich, aber wenn jemand bei Adwords vehement für den Firefox Browser einsteht, muss etwas dahinter stehen.

Das tut es auch!

Adsense bietet für jeden neuen Firefox Benutzer (incl. Google Toolbar) einen blanken Euro. Also durchaus lukrativ, wenn man bedenkt, wie viele sich mit dem weitaus mieseren IE herumplagen -> immer noch große Zielgruppe. Einige Webmaster können damit nette Verdienste erzielen.

Nun geht es aber eigentlich um die geheimnisvollen Keywords Adsense Arbitrage bzw. Made for Adsense. Beide Begriffe sind schnell erklärt, bedürfen jedoch einiger Denk- und Versuchsarbeit, um daraus profitable Schlüsse zu ziehen.

Unter Adsense Arbitrage verstehe ich eigentlich nichts anderes, als das billige Einkaufen von Adwords Traffic, der dann gezielt auf Landing Pages geleitet wird. Das besondere ist jedoch, dass man versucht, möglichst billige Keywords zu ersteigern, die dennoch einen Bezug zum Thema haben bzw. die nötige Zielgruppe liefern. Es wird also versucht, durch viel billigen halbwegs gerichteten Traffic mehr zu erzielen, als durch teuren genau gerichteten Traffic.

Diese ziemlich aktuelle Strategie, die vor allem in englischsprachigen Foren und z.B. im Blog Wolf-Howl und auch bei DrWeb weitergedacht und optimiert wurde, habe ich vor einiger Zeit in ähnlicher Form bereits behandelt: Adwords Geheimnis: Viele Klicks für wenig Geld. Damals habe ich das ganze allerdings noch nicht so ernst genommen und die Konsequenzen nicht bis ans Ende durchgedacht.

Made for Adsense ist so ziemlich das gleiche, nur dass vor allem das direkte Wechselspiel von Adwords und Adsense im Vordergrund steht. Man ködert billigen Traffic von Adwords und sendet ihn weiter an gut bezahlte Adsense Anzeigen.

Ich halte es für am sinnvollsten, auf der Landing Page einen Mix aus Partnerprogrammen und Adsense zu forcieren. Sind die angebotenen Partnerprogramme uninteressiert, klickt der Besucher auf die alternativen Anzeigen und bringt dem Webmaster in der Theorie mehr als er gekostet hat.

Dieses Modell ist tatsächlich durchführbar, jedoch bedarf es einer guten Strategie und einer optimierten Landing Page.

Weil der Eint-Guy mathematische Spielchen so gerne hat (und ihr sicher auch):

Adwords: Täglich 100 Adwords Besucher zu je 3 Cent (100*3c = 3€)

Landing Page: Ein Partnerprogramm (1€ pro Lead) und Adsense (20c pro Klick)

Klickrate PP: 20%
Klickrate AS: 25%

Wie viel Klicks pro Tag sind das nun?

Das sind täglich 20 Klicks auf das Partnerprogramm und 25 Klicks auf Adsense.

Wie viel verdiene ich damit täglich?

Durch Adsense bereits 4 Euro pro Tag. Wenn man das Partnerprogramm mit einer Conversionrate von 10% belegt, kommen noch einmal 2 Euro hinzu.

Was macht das zusammen?

Das ergibt für unser spezielles Beispiel bereits 6 Euro, also das Doppelte der Investition.
Für die Freaks: Ein ROI von 200%!

Es ist also durchaus eine nette Verdienstquelle ausbaubar, jedoch stellt sich die Frage:

Ist es nicht sinnvoller und langfristig weitaus lukrativer, wertvollen interessanten einzigartigen Content zu erschaffen?

Etwas Bleibendes zu errichten?

Durch den Nutzen, den ein anderer User aus den eigenen Inhalten zieht, selbst auch belohnt zu werden?

Ein sicherlich besseres Gefühl, für das Ego und die Geldbörse.

Was denkt ihr? Teilt eure Meinungen unbedingt mit mir, ich will sie hören!

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  • Kommentare

    11 Kommentare zu “Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck”

    1. S-O-S SEO Blog am April 5th, 2006 2:58

      AdSense Arbitrage…

      Das Wort Arbitrage kommt aus dem Lateinischen (Arbitratus) und kann mit Gutdünken, freie Wahl oder freies Ermessen übersetzt werden. Meist spricht man von Arbitrage im Zusammenhang mit dem Ausnutzen von Preisunterschieden in verschiedenen Märkten f…

    2. Stefan am April 5th, 2006 11:24

      Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, wie diese Masche nun konkret funktioniert, sehe ich das Problem der “Adsense-als-Selbstzweck-Seiten” genauso wie du. Da braucht man sich ja nur einmal in den einschlägigen Foren umzuschauen, um einen Eindruck davon zu bekommen, womit sich diese “Webmaster” beschäftigen. Da werden Seiten nur um möglichst gewinnträchtige Keywords herum aufgebaut. – Nutzen für den Besucher gleich Null.
      Das Problem ist nur, dass durch solche Praktiken das gesamte System gegen die Wand gefahren wird…

    3. rheinstein am April 13th, 2006 16:27

      Interessanter Artikel. Habe auch über solche Vorgehensweisen nachgedacht. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass es zwar kurzfristig möglich ist mit solchen Keyword-Tricks Traffic in bare Münze zu wandeln. Aber: Worauf es ankommt ist doch der Inhalt einer Seite zu einem Thema. Die Wiederbesucherfrequenz ist ausschlaggebend. Und da ist meiner Meinung nach eine langfristige Strategie mit informativem Content nicht zu übertreffen. Wenn ein Besucher interessante Seiten findet warum sollte er da nicht auf relevante Anzeigen klicken? Die meisten Pseudo-Webmaster vergessen halt eines: Ein Kunde/Besucher wird immer wiederkommen, wenn er eine anständige und gute Leistung/Inhalt geboten bekommt. Da spricht schon der Eigennutzen aus der Sicht des Besuchers dafür.

    4. Google News, die mich weniger interessieren … ;-) am April 14th, 2006 16:11

      [...] Bei Eint.de findet sich eine gute Erläuterung nicht wirklich neuer Geschäftsmodelle mit Adwords/Adsense unter den Begriffen: Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck [...]

    5. Google & sonstige News der letzten Tage am April 15th, 2006 13:12

      [...] Bei Eint.de findet sich eine gute Erläuterung nicht wirklich neuer Geschäftsmodelle mit Adwords/Adsense unter den Begriffen: Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck [...]

    6. Basic Thinking Blog » AdSense Arbitrage am April 20th, 2006 12:22

      [...] Mehr dazu bei Eint und SOS SEO Blog   [...]

    7. Christian am April 23rd, 2006 23:38

      Mich wundert es allerdings das noch niemand auf die Idee gekommen ist sich die Domain “adsense-arbitrage.de” zu sichern. Zumindest die anderen wohlbekannten Endungen (.com .net .org) sind schon weg und die .com-Domain hat seinen ersten Bauernfänger-Service geschaltet.

      Btw. schöner Artikel!!

    8. Administrator am April 24th, 2006 17:46

      Danke!
      Dann schnapp sie dir doch, sonst nehm ich sie oder jemand anderer :)

      lg, julian

    9. baumeister am Januar 1st, 2007 15:34

      hier ein Video zu AdSense-Arbitrage das ich gefunden habe. Es verspricht eine super erklärte Anleitung, wie das alles mit AdSense-Arbitrage funktioniert. Die Silbermitgliedschaft ist kostenlos, verspricht allerdings jeden der sich einigermaßen mit Adsense und Adwords auskennt eine gute Einführung in das Programm. Für Anfänger gibt es dann eine kostenpflichtige Anleitung auch per Video als Live-Mitschnitt. Wer Interesse hat kann sich das alles unverbindlich anschauen, bin allerdings auch über jede Info danach froh ob es sich lohnt es zu kaufen oder nicht. Danke. mfg. baumeister

    10. Stefan am Mai 6th, 2007 22:35

      Bin auch Deiner Meinung rheinstein!
      Qualität setzt sich auf Dauer durch. Kurzfristiges Erfolgsdenken mit “bedenklichen” Strategien vs. Qualität mit langfristiger Kundenbindung. Darum geht es doch im Internet. Und es ist auch wichtig und gut, dass es beides gibt. Nur so werden die Internetnutzer “erwachsener” und schauen genauer hin.

    11. Google & sonstige News der letzten Tage | SEO BLOG am April 26th, 2009 10:21

      [...] Bei Eint.de findet sich eine gute Erläuterung nicht wirklich neuer Geschäftsmodelle mit Adwords/Adsense unter den Begriffen: Adsense Arbitrage / Made for Adsense: Adwords und Adsense zum Selbstzweck [...]

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