Die Auswirkungen des Internet auf unsere Gesellschaft: TEIL I | Der Zusammenbruch des “Offline-Konsums”

Der Zusammenbruch des “Offline-Konsums”

Der Online-Handel nimmt von Jahr zu Jahr zu, Bücher und Weihnachtsgeschenke werden über amazon bestellt, der moderne Mann bestellt sein Viagra diskret in der Onlineapotheke oder lässt sich eine Penisverlängerung aus einer der 10000000.. Spam-Mails andrehen. Das muss doch definitiv eine Auswirkung auf den Offline-Markt habt.

Schritt 1

Vor allem Güter des nicht täglichen Bedarfs, die keine augenscheinliche Betrachtung von Nöten haben, werden in Zukunft nur mehr online bestellt werden. Klar besuche ich noch den Supermarkt um mir frische Eier, Milch und Käse zu besorgen und flaniere die Einkaufsstraße entlang und halte meine Augen (und Füße) nach neuen Schuhen offen; aber das von meinem besten Freund empfohlene Buch bestelle ich dann doch lieber online – zusammen mit einem neuen Videospiel und dem ach so geilen Handy, welches mir die Konsumgesellschaft zur Erreichung des universalen Glücks ans Herz legt.

-> Die meisten Läden werden schon in nicht so ferner Zukunft schwere Umsatzeinbußen erfahren und großteils schließen. Gegen dieses Argument spricht der Faktor, dass Einkaufen von vielen Menschen (leicht sexistisch angehauchte Personen würden sagen: Frauen) nicht als “Pflichterfüllung” betrachtet wird, sondern Spaß bereitet und oft soziale Bedürfnisse befriedigt (z.B. Einkaufen mit der Freundin – obwohl, streich das)

Schritt 2

Bald lässt sich der eigene Körper komplett einscannen, mit allen Facetten und Details. Nun gehe ich online, lade meinen 3D Scan hoch und probiere Gewand an. Ich kann jederzeit automatisch zu meinen Vorlieben und Größen passendes Gewand angezeigt bekommen und natürlich (Web 2.0 lässt grüßen) von den anderen Usern direkt bewerten und Verbesserungsvorschläge sofort umsetzen. Wenn ich zufrieden bin, klicke ich auf bestellen und hole mir mein letztes Bier aus dem Kühlschrank, bevor dieser automatisch eine fette Bierlieferung in Auftrag gibt.

-> Somit bricht auch der restliche Markt mehr und mehr zusammen. Die Entwicklung wird übrigens nicht linear, sondern recht sprunghaft stattfinden (wie so oft in der Technik auch).

Sobald die Generation “Computer / Internet – Verweigerer” unter die Erde (oder in den Himmel – je nachdem woran du glaubst) geht – Bühne auf für Generation “Ich kommuniziere am liebsten über msn, icq, studivz; kenne das Wort Buchladen und Elektronikgeschäft höchstens noch von wikipedia und befrage beim Kauf eines neuen Deos lieber drei verschiedene Internetforen.

Weiter in die Zukunft zu blicken, überlasse ich den Sci-Fi-Nerds.

Freut euch auf die Fortsetzung dieses Artikels, mein Gehirn glüht vor Ideen!

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  • Kommentare

    4 Kommentare zu “Die Auswirkungen des Internet auf unsere Gesellschaft: TEIL I | Der Zusammenbruch des “Offline-Konsums””

    1. Tresenthesen » Zitat des Tages am Januar 18th, 2008 2:26

      [...] Julian von eint.de macht sich so seine Gedanken zum Konsumverhalten der Web 2.0 Generation: (…) Ich kommuniziere am liebsten über msn, icq, studivz; kenne das Wort Buchladen und Elektronikgeschäft höchstens noch von wikipedia und befrage beim Kauf eines neuen Deos lieber drei verschiedene Internetforen. [...]

    2. Andreas Hobi | schweizweit.net am Januar 18th, 2008 10:59

      Die jährlichen Zuwachsraten der Online-Shops sind wirklich beachtlich; ich bin gespannt, wie lange sie noch in diesem Masse wachsen werden.

      Auf den 3D-Scan jedoch müssen wir wohl noch ein paar Jahre warten; ich denke nicht, dass wir damit in nächster Zeit rechnen dürfen. :)

    3. Wochenrückblick 03/08 | schweizweit.net am Januar 20th, 2008 16:18

      [...] Die Auswirkungen des Internets auf unsere Gesellschaft [...]

    4. Oliver Springer am März 15th, 2008 23:56

      Der Offline-Handel sollte auf jeden Fall reagieren und technisch aufrüsten. Eine spontane Idee dazu: Merklisten für Produkte, die man sich angesehen hat. Später könnte man das Produkt online dann doch bei dem Händler bestellen, bei dem man es sich angeschaut hat.

      Händler müssen dazu neben dem stationären Handel ihre Produkte natürlich auch online anbieten.

      Vorstellen kann ich mir das mit einem Barcodeleser am Handy (vielleicht via Fotofunktion?). Auf RFID braucht man da gar nicht zu warten.

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